Überblick
Was bei einer Partnervermittlung Kosten verursacht
Die Kosten einer Partnervermittlung hängen vor allem davon ab, wer die Arbeit macht. Bei einer Online-Partnervermittlung füllen Sie einen Fragebogen aus, ein Programm berechnet Vorschläge, und Sie schreiben selbst. Bezahlt wird eine Premium-Mitgliedschaft mit fester Laufzeit. Bei einer klassischen Agentur sucht ein Mensch für Sie, führt Gespräche und stellt Vorschläge aus einer Kartei zusammen. Dafür verlangt sie ein Pauschalhonorar, meist für eine vereinbarte Zahl von Vorschlägen oder eine Laufzeit.
Die Spannen sind entsprechend weit. Online liegen die Monatspreise 2026 bei großen Anbietern zwischen etwa 15 und 80 Euro, abhängig davon, wie lange Sie sich binden. Bei Agenturen nennt Stiftung Warentest Honorare von 3.000 bis 29.000 Euro und fasste ihr Urteil so zusammen: viel Geld für wenig Leistung. Teuer heißt dabei nicht erfolgreicher. Im großen Test von 2016 hatten die teureren Online-Vermittlungen keine besseren Chancen als die günstigeren Singlebörsen, und die Tester rieten, die berechneten Übereinstimmungswerte nicht zu hoch zu gewichten.
Ablauf
Wie sich die Kosten einer Partnervermittlung zusammensetzen
Online funktioniert die Preisstaffel umgekehrt zur Bindung. 2026 kosten bekannte Anbieter bei sechs Monaten etwa 30 bis 80 Euro im Monat, bei zwölf Monaten etwa 20 bis 40 Euro und bei 24 Monaten etwa 15 bis 28 Euro. Wer zwei Jahre bucht, zahlt pro Monat am wenigsten, insgesamt aber oft am meisten: 24 mal 25 Euro ergeben 600 Euro. Meist wird der gesamte Betrag zu Beginn fällig und nicht monatlich abgebucht. Das kostenlose Basisprofil erlaubt den Persönlichkeitstest und das Ansehen der Vorschläge, Fotos sind aber oft unscharf und Nachrichten stark eingeschränkt. Genau dort setzt der Verkauf der Premium-Mitgliedschaft an.
Bei Agenturen ist das Honorar in der Regel an Partnervorschläge gebunden. Zwei Fälle vor dem Bundesgerichtshof zeigen die Größenordnung: 2009 ging es um 5.000 Euro für fünf Vorschläge, in einem späteren Verfahren um rund 8.300 Euro für 21 Vorschläge, abgeschlossen bei einem Hausbesuch einer Seniorin. Nach § 656 BGB kann eine Agentur ihr Honorar nicht einklagen. Darum verlangen viele Vermittler Vorkasse, denn freiwillig Gezahltes müssen sie nicht zurückgeben. Für Sie heißt das: Jeder Euro, den Sie vorab überweisen, ist schwer zurückzuholen, wenn die Vorschläge enttäuschen.
Hinzu kommen Zusatzleistungen, die den Preis kräftig erhöhen. Die Verbraucherzentrale berichtet von Präsentationsvideos für bis zu 2.000 Euro, oft mit eigenem Vertrag neben der eigentlichen Vermittlung. Anwälte warnen vor Single-Clubs mit Monatsbeitrag und Mindestlaufzeit, etwa 74 Euro im Monat, die neben dem eigentlichen Vermittlungsvertrag abgeschlossen werden. Online verteuern Probeabos die Sache, die sich nach einem günstigen Start automatisch um sechs oder zwölf Monate zum vollen Preis verlängern. Lesen Sie deshalb vor jedem Klick auf Kaufen den Folgetarif und notieren Sie sich das Datum, bis zu dem Sie kündigen müssen.
Budget
Partnervermittlung Kosten im Überblick
Für eine Online-Partnervermittlung sollten Sie 2026 mit etwa 180 bis 480 Euro für sechs Monate rechnen, mit rund 240 bis 480 Euro für ein Jahr und mit 360 bis 670 Euro für zwei Jahre. Stiftung Warentest nannte schon 2016 als Einstieg für drei Monate Premium mindestens 180 Euro. Günstiger wird es nur mit langer Bindung, und die sollten Sie erst eingehen, wenn Sie den Anbieter kennen.
Eine klassische Agentur beginnt in der Regel im vierstelligen Bereich. Laut Stiftung Warentest liegen die Honorare zwischen 3.000 und 29.000 Euro, ein einzelner Vorschlag kann bis zu 1.000 Euro kosten. Verhandeln Sie Teilzahlungen, zahlen Sie per Lastschrift statt per Überweisung oder bar und nehmen Sie für die Partnersuche nie einen Kredit auf, wie die Verbraucherzentralen ausdrücklich raten.
Preisübersicht
Preise im Detail nach Ausführung
Bundesweit übliche Preisspannen, ohne Sonderangebote und Rabattaktionen.
| Angebot | Übliche Preisspanne | Was Sie wissen sollten |
|---|---|---|
| Online-Vermittlung, 6 Monate | Ca. 30–80 € pro Monat | Höchster Monatspreis, geringste Bindung; insgesamt etwa 180 bis 480 Euro für ein halbes Jahr |
| Online-Vermittlung, 12 Monate | Ca. 20–40 € pro Monat | Gesamtbetrag meist vorab fällig; Verlängerungsregel im Vertrag vor dem Kauf lesen |
| Online-Vermittlung, 24 Monate | Ca. 15–28 € pro Monat | Günstigster Monatspreis, aber zwei Jahre gebunden; gesamt bis rund 670 Euro |
| Premium, 3 Monate (Richtwert 2016) | Ab ca. 180 € gesamt | Einstiegswert von Stiftung Warentest für Online-Partnervermittlungen im Test 2016 |
| Klassische Agentur, Honorar | Ca. 3.000–29.000 € pauschal | Zahl der Vorschläge, Laufzeit und Betreuung bestimmen den Preis; Vorkasse ist üblich |
| Agentur, Preis pro Vorschlag | Ca. 400–1.000 € pro Vorschlag | Gerechnet aus zwei Fällen vor dem Bundesgerichtshof; vor Vertragsschluss selbst nachrechnen |
| Präsentationsvideo | Bis 2.000 € | Zusatzleistung, oft mit eigenem Vertrag; Anwälte raten von solchen Extras ab |
Gut zu wissen
Wann sich die Kosten einer Partnervermittlung lohnen
Eine Online-Partnervermittlung lohnt sich, wenn Sie eine feste Beziehung suchen, wenig Zeit zum Stöbern haben und eine Vorauswahl schätzen. Testen Sie zuerst das kostenlose Profil und machen Sie den Fragebogen in Ruhe. Sehen Sie nach einer Woche genug passende Vorschläge in Ihrer Region und in Ihrer Altersgruppe, ist eine kurze Premium-Laufzeit ein vertretbares Risiko. Sind es nur eine Handvoll, sparen Sie sich das Geld.
Eine Agentur kommt in Frage, wenn Ihnen persönliche Betreuung viel wert ist und Sie das Honorar verkraften, ohne sich zu verschulden. Rechnen Sie den Preis pro Vorschlag aus und fragen Sie, wie aktuell die Kartei ist. Wer allein lebt und bei einem Hausbesuch unter Druck gesetzt wird, holt vorher Rat bei der Verbraucherzentrale.
Tipps
Die Tipps von Rolandin vor der Anmeldung
💌 Rolandin, unser Maskottchen, teilt seine Tipps und praktischen Hinweise, damit Ihre Partnersuche gelingt. Wer ist Rolandin?
Gesamtpreis ausrechnen
Ein Monatspreis von 25 Euro klingt freundlich. Bei 24 Monaten sind das 600 Euro, oft auf einmal fällig. Ich schreibe mir immer die Endsumme auf.
Kurz anfangen
Ich beginne lieber mit sechs Monaten, auch wenn der Monatspreis höher ist. Passt der Anbieter nicht, habe ich weniger Geld gebunden.
Preis pro Vorschlag
Bei einer Agentur teile ich das Honorar durch die zugesagten Vorschläge. 5.000 Euro für fünf Namen heißt 1.000 Euro pro Mensch. Das sollte man vorher wissen.
Zusatzverträge ablehnen
Ein Präsentationsvideo für bis zu 2.000 Euro oder ein Club mit Monatsbeitrag kommen oft erst nach der ersten Unterschrift auf den Tisch. Ich sage dazu freundlich Nein.
Wertersatz nachrechnen
Widerrufen Sie innerhalb von 14 Tagen, teilen Sie den Jahrespreis durch 365 und multiplizieren Sie mit den genutzten Tagen. Mehr schulden Sie nicht.
Per Lastschrift zahlen
Wenn ich zahle, dann in Raten und per Lastschrift. Die kann ich acht Wochen lang zurückholen, eine Überweisung oder Kartenzahlung dagegen nicht so einfach.
FAQ
Häufige Fragen
Was kostet eine Partnervermittlung im Monat und insgesamt?
Online-Partnervermittlungen kosten 2026 je nach Laufzeit etwa 15 bis 80 Euro im Monat: bei sechs Monaten rund 30 bis 80 Euro, bei zwölf Monaten 20 bis 40 Euro, bei 24 Monaten 15 bis 28 Euro. Der Gesamtbetrag wird meist zu Beginn fällig. Klassische Agenturen rechnen nicht monatlich ab, sondern verlangen ein Pauschalhonorar im vierstelligen Bereich. Stiftung Warentest nennt dafür 3.000 bis 29.000 Euro.
Warum ist eine klassische Partnervermittlung so viel teurer als online?
Weil ein Mensch sucht, Gespräche führt und Vorschläge aus einer Kartei zusammenstellt. Stiftung Warentest nennt Honorare von 3.000 bis 29.000 Euro und hält das oft für viel Geld für wenig Leistung. Im BGH-Fall von 2009 kosteten fünf Vorschläge 5.000 Euro. Rechnen Sie deshalb den Preis pro Vorschlag aus und fragen Sie, wie aktuell die Kartei ist.
Muss ich nach einem Widerruf etwas an die Partnervermittlung zahlen?
Bei einer Online-Vermittlung nur die Tage, die Sie genutzt haben. Der Europäische Gerichtshof entschied am 8. Oktober 2020 (Az. C-641/19), dass der Wertersatz zeitanteilig zu berechnen ist. Die Verbraucherzentrale Hamburg rechnet vor: 409,32 Euro Jahrespreis, Widerruf nach zwölf Tagen, also 13,46 Euro statt der geforderten 306,99 Euro. Zu viel Gezahltes können Sie drei Jahre lang zurückfordern, ein Musterbrief hilft dabei.
Welche versteckten Kosten gibt es bei einer Partnervermittlung?
Häufig sind Probeabos, die sich automatisch in ein Abo über sechs oder zwölf Monate zum vollen Preis verlängern. Agenturen verkaufen Präsentationsvideos für bis zu 2.000 Euro oder Clubmitgliedschaften mit Monatsbeitrag, oft als eigenen Vertrag. Lesen Sie vor jeder Unterschrift, was im Preis enthalten ist, und lehnen Sie Zusatzverträge ab, die Sie nicht ausdrücklich wollten. Im Zweifel hilft die Verbraucherzentrale beim Durchsehen.
Lohnt sich eine teure Partnervermittlung mehr als eine Singlebörse?
Nicht automatisch. Stiftung Warentest fand 2016 bei den teureren Partnervermittlungen keine höheren Erfolgschancen als bei Singlebörsen. Eine Vermittlung spart Ihnen vor allem Zeit, weil Sie Vorschläge bekommen, statt selbst zu suchen. Ob Ihnen das den Aufpreis wert ist, zeigt ein kostenloses Profil: Kommen nach einer Woche passende Vorschläge aus Ihrer Region, lohnt ein kurzes Abo.
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